Podstawy CNC · Rozdział 8
Mehrere Werkzeuge
Wer ein Bild aufhängen will, nimmt erst den Bleistift zum Anzeichnen, dann den Bohrer, dann den Schraubendreher. Jedes Werkzeug hat seinen Platz in der Reihenfolge. An der CNC-Maschine ist es genauso: Ein Teil braucht oft Zentrierbohrer, Bohrer, Gewindebohrer und Senker. In diesem Kapitel lernst du, die Werkzeuge in die richtige Reihenfolge zu bringen und ein ganzes Teil zu programmieren.
Erst zentrieren, dann bohren
Ein Bohrer hat vorn eine Spitze, die auf glattem Metall leicht wegrutscht. Darum macht der Zentrierbohrer (T1) zuerst eine kleine Delle. Der Bohrer (T2) findet in der Delle seinen Halt und das Loch sitzt genau an der richtigen Stelle.
Zwischen zwei Werkzeugen stoppst du die Spindel mit M5, wechselst mit T.. M6 und schaltest sie mit S.. M3 wieder ein. Beende jeden Zyklus mit G80.
G90 G21 G17T1 M6 ; centre drillS1500 M3G81 X40 Y25 Z-2 R2 F80 ; small dent, 2 mm deepG80M5T2 M6 ; drill, finds its hold in the dentS1500 M3G81 X40 Y25 Z-12 R2 F150G80M5M30Erst alle Löcher mit einem Werkzeug
Ein Werkzeugwechsel kostet Zeit. Mit mehreren Löchern gilt darum: Ein Werkzeug arbeitet alle seine Löcher ab, dann kommt das nächste. Der Zyklus ist modal, du schreibst die Position jedes weiteren Lochs allein hin.
An jedem einzelnen Loch bleibt die Reihenfolge trotzdem richtig: erst T1, dann T2. Die Maschine prüft genau das.
G90 G21 G17T1 M6 ; tool 1: centre both holesS1500 M3G81 X20 Y40 Z-2 R2 F80X60G80M5T2 M6 ; tool 2: drill both holesS1500 M3G81 X20 Y40 Z-10 R2 F150X60G80M5M30 ; two tool changes instead of fourSenken
Eine Schraube mit Senkkopf soll bündig in der Platte sitzen. Dafür bekommt das Loch oben einen Kegel, die Senkung. Das macht der Kegelsenker (T5). Er arbeitet immer nach dem Bohren und geht nur flach hinein.
Der Kegel hat 90°. Er ist an der Oberfläche so breit, wie er tief ist, mal zwei: Bei Z-5 ist die Senkung etwa 10 mm breit. Ein Loch mit Ø6 hat erst ab 3 mm Tiefe überhaupt eine Fase.
G90 G21 G17T2 M6S1500 M3G81 X30 Y30 Z-10 R2 F150 ; drill firstG80M5T5 M6 ; countersink after drillingS500 M3G81 X30 Y30 Z-5 R2 F60 ; 90 degree cone: about 10 mm wide at the topG80M5M30Gewindebohren mit G84
Ein Gewinde schneidet der Gewindebohrer (T4) in ein vorgebohrtes Loch. Die Steigung ist der Abstand von Gewindegang zu Gewindegang, bei M8 sind das 1,25 mm. Bei jeder Umdrehung muss der Bohrer genau eine Steigung tiefer wandern. Darum ist der Vorschub festgelegt:
F = S × Steigung
G84 schreibst du wie G81. Am Lochgrund dreht der Zyklus die Spindel um und fährt heraus. Die Reihenfolge am Loch: zentrieren (T1), vorbohren (T2), Gewinde (T4).
G90 G21 G17T4 M6 ; tap M8, pitch 1.25S300 M3G84 X45 Y30 Z-12 R2 F375 ; F = S x pitch = 300 x 1.25G80M5M30Passt F nicht zu S, gibt es einen Alarm. Der Alarm nennt dir den erwarteten Wert.
Typowe błędy
Spindel läuft beim Werkzeugwechsel
Vor
M6kommtM5. Nach dem Wechsel läuft die Spindel nicht von selbst: Du brauchst wiederS.. M3. Ohne laufende Spindel meldet die Maschine einen Alarm.Falscher Vorschub beim Gewinde
Fist beiG84nicht frei. RechneF = S × Steigung, bei M8 mal 1,25. WerFeinfach von einem Bohrer übernimmt, bekommt einen Alarm.Gewinde vor dem Bohren
Der Gewindebohrer braucht ein vorgebohrtes Loch. Zuerst zentrieren, dann bohren, dann das Gewinde. Und der Senker kommt ganz zum Schluss.
Ein Wechsel pro Loch
Wer bei jedem Loch alle Werkzeuge wechselt, verliert viel Zeit. Sortiere nach Werkzeug, nicht nach Loch.